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Blick von außen: Kulturelle Handlungen im Ausland
Von Liliana Pedroza Castillo*
Übersetzt aus dem Spanischen ins Deutsche von Sven Ehlert**
Angesichts des Verständnisses, dass die diplomatischen Beziehungen zwischen einzelnen Ländern meist durch kulturelle und künstlerische Anlässe im Rahmen fröhlicher Festbankette initiiert werden ist es notwendig, die Verbindungen zwischen einzelnen Kulturen auf kommunikativer Ebene neu zu überdenken.
Meiner Erfahrung im Feld kultureller Formalität innerhalb künstlerisch-alternativer Kreise innerhalb und außerhalb Mexikos nach stellt es sich als unabdingbar dar, den künstlerischen Diskurs, der sich am unbemerkten Rande der Kunstszene abspielt, breitenwirksam in Szene zu setzen. Freilich bildet dieser künstlerische Diskurs sich hauptsächlich in kleinen, wohl erlesenen Kreisen. Galerien, Bibliotheken, Bars, Theatern, Parks: Jeder Ort kann als Forum für Künstler aus verschiedenen Genres fungieren und ein Ambiente schaffen, das zum Austausch untereinander anregt: Zwischen Künstlern, aber auch zwischen Darstellern und Zuschauern.
Das Schaffen derartiger Freiräume, die einen Kontakt zwischen Kunst und Publikum erzeugen, sollte oberste Prämisse sein, um potentielle Interessenten zu erreichen. Interessenten, die spontan ihren Tag unterbrechen, um Teil dargebotener Kunst zu sein. Den Kontakt zwischen Kunst und Alltag hervorzurufen, bis die natürliche Grenze zwischen diesen beiden Polen verschwindet. Mit den Genres spielerisch umgehen, Künstler und Zuschauer zum Austausch bewegen und gleichzeitig Staunen erzeugen.
Die kulturelle Mischung ist zusätzlich ein Bindeglied zwischen Künstlern und Publikum, nicht nur als bloßes Medium oder Vermittlungsinstanz zwischen diesen beiden, sondern auch mit der Pflicht versehen, Sorge zu tragen für einen komplexen kulturellen und interdisziplinären Diskurs.
Ein Seiltänzer, der das Seil gespannt hat zwischen der künstlerischen Tradition und den Brüchen mit ebendieser, nur so kann eine dynamische Kultur entstehen und eine permanente Neuerfindung von Kunst vollzogen werden. Das Durchbrechen dieser statischen Paradigmen, die im Ausland über die eine Kultur vorherrschen, ist hierbei Hauptaufgabe und Ziel zugleich. Nur so können Paradigmen erneuert werden, Kunst fungiert als Mediator zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Während kultureller Aktivismus sich ausgehend von unzähligen Impulsen aus der Kunst diversifiziert und transformiert, läuft die kulturelle Diplomatie Gefahr, der lahmen Bürokratie zum Opfer zu fallen, nur ein gewisses limitiertes Publikum zu erreichen und einer gebetsmühlenartigen Wiederholung seiner selbst zu verfallen. Daher muss dem entgegengewirkt werden, indem neue Wege des inter- und transkulturellen Austausches gesucht und Impulse bewusst gesetzt werden müssen.
Es muss erörtert werden, was jeder einzelne konkret bewirken kann und ersinnen sollte, um der Kunst neue Freiräume im gesellschaftlichen Kontext zu gewähren und um gleichzeitig neues Publikum für sie zu interessieren. Die Kunst auf die Stra0e zu bringen, aus dem Verborgenen heraus ins Öffentliche, kann hierbei helfen, um sie in den Alltag integrieren zu können. Ein Aufeinander- und Zusammentreffen zwischen den unterschiedlichsten Kulturen schaffen, nicht um Unterscheide zu exponieren, sondern die Gemeinsamkeiten zu erkennen und dort anzuknüpfen. Exakt hierin liegt die Herausforderung.
*Liliana Pedroza Castillo ist Schriftstellerin und Essayistin. Sie ist studierte Literaturwissenschaftlerin und erlangte ihren Abschluss an der Universidad Autónoma de Chihuahua, Mexiko. Sie promovierte in hispanoamerikanischer Literatur an der Universidad Complutense in Madrid, Spanien. Derzeit ist sie Mitglied des SENALC (Seminario de Estudios de Narrativa Latinoamericana Contemporánea–Seminar zu Studien kontemporärer lateinamerikanischer Kurznarrativik), zugehörig zur Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM). Für weitere Informationen: http://www.lilianapedroza.com
** Sven Ehlert ist Lehrer für die Schulfächer Spanisch und Geschichte an einer deutschen Schule. Er studierte an der Universität Duisburg-Essen und neben seiner Lehrtätigkeit an einem Gymnasium beschäftigt er sich mit einem Dissertationsprojekt über die Entwicklung von Fußballvereinen im franquistischen Spanien. Er ist Mitglied des beratenden Beirates des Mexican Cultural Centre (MCC), Vereinigtes Königreich.
Conferencia «La Muerte de Marat con el pincel de Santiago Rebull: Francia vista por los pintores mexicanos», por Ma. Concepción Márquez Sandoval
Film und Kino als mildes Mittel in der Außenpolitik
Von David Martínez Flores*
Übersetzung vom Spanischen ins Deutsche von Sven Ehlert**

David Martínez Flores führt Regie für den Gastbeitrag Mexikos beim Raindance Film Festival, Vereinigtes Königreich. Foto: Daniel Kok.
Kulturelle Güter im Ausland fungieren oftmals als mildes Mittel eines Landes im Ausland, um den eigenen Bekanntheitswert zu steigern. Hierbei wird direkt der politische und wirtschaftliche Sektor durch die Kommunikationsmedien bedient. Diesen Weg zu beschreiten stellt für Mexiko eine praktische und dauerhaft sinnvolle Tätigkeit dar, bei der gleichzeitig eine Vielzahl an Projekten diverser Künstler und Produzenten unterstützt und breitenwirkend platziert werden können und sollen.
Wir streben eine wachsende Zahl derartiger Unterstützungen an. Unsere dezentrale Lage in England gilt es hierbei zu überwinden. Daher streben wir diverse Initiativen an, um exakt diese Problematik zu beheben und der Notwendigkeit nachzugehen, mexikanische Kinoproduktionen breitenwirkend zu platzieren.
Zuletzt ist es gelungen auf nationalen Plattformen cineastischen Kulturgüter aus Mexikos zu platzieren. Hierbei wird die hervorragende Qualität dieser Filme deutlich, Kritik und Resonanz fielen positiv aus. Mexiko kann Kino! Dieses Talent mexikanischer Künstler im Filmgeschäft verschaffte Mexiko die Präsenz auf internationalen Festspielen höchsten Ranges.
Das nationale Filmgeschäft wandelte sich in ein potentes Medium, das eng verknüpft ist mit der Erzeugung nationaler Selbstwahrnehmung. Kulturgüter einer Nation erzeugen stets eine vorgestellte Welt ihrer selbst, eine Form eines Abbildes (Anderson, 1983). Hier wird die Rolle des Kinos exponiert, das aufgrund seiner Breitenwirkung in einer vernetzten und globalisierten Welt diese abgebildeten Werte hinaus transportiert in die Welt.
Diese auf der Leinwand generierte vorgestellte Gemeinschaft agiert sowohl extern, als auch intern. Dies soll bedeuten, dass das Kino als aktiver Konstrukteur selbst agiert, gleichzeitig die hier erzeugten Ideen die Betrachter direkt beeinflusst und Fremd-und Selbstbilder hervorruft oder wiederspiegelt.
Diese Beziehung zwischen der Konstruktion von nationaler Identität und dem nationalen Kino stellt den Ausgangspunkt der Bemühungen einer weitreichenden Platzierung mexikanischer Produktionen im Vereinigten Königreich dar. Hierfür sind Plattformen internationalen Renommees nötig, um im Ausland ausreichend rezipiert zu werden.
Wir unterstützen durch die Partizipation bei diversen Projekten und Initiativen der mexikanischen Gemeinde im Vereinigten Königreich dieses Vorhaben. Gleichzeitig unterstützen wir durch unsere Tätigkeit auf kulturellem Felde die Außenpolitik des Staates Mexiko. Die Unterstützung der vorgestellten Gemeinschaft Mexikos sollte ein gemeinsames Projekt aller Kräfte darstellen, um so die Kraft der Kultur und im speziellen des Kinos als Katalysator außenpolitischen Einflusses zu bündeln.
* David Martínez Flores Masterabschluss in Filmwissenschaften an der Universität in Leicester, Vereinigtes Königreich. Er führt Regie für den mexikanischen Gastbeitrag beim Raindance Film Festival, Vereinigtes Königreich. Außerdem berät er cineastische Projekte der mexikanischen Botschaft im Vereinigtes Königreich.
** Sven Ehlert ist Lehrer für die Schulfächer Spanisch und Geschichte an einer deutschen Schule. Er studierte an der Universität Duisburg-Essen und neben seiner Lehrtätigkeit an einem Gymnasium beschäftigt er sich mit einem Dissertationsprojekt über die Entwicklung von Fußballvereinen im franquistischen Spanien. Er ist Mitglied des beratenden Beirates des Mexican Cultural Centre (MCC), Vereinigtes Königreich.
Conferencia «Monstruos y héroes en la obra de Victor Hugo», por Patrice Charbonneau
Emperatriz del Bolshoi
Emperatriz se deslizaba casi sin levantar sus lindos pies, como bailando o patinando sobre hielo, sirviendo de ilustración casi etrusca al piso destellante de mármol de Carrara, una especie de espejo descarado, de la casa del ingeniero Méndez-Gay Rivera: Tiene la elegancia y dignidad de una bailarina del Bolshoi, me dije.
Trabajaba con disciplina y callada alegría de monja del santo suplicio: descalza, modesta y diligente, pero sin humillarse ni por un segundo. Cuando recibía alguna orden que no era de su agrado, levantaba sus ojitos de lince con un relámpago de luz furibunda en sus pupilas en una especie de muda protesta y formaba con sus labios una caprichosa trompita de niña enfurruñada. Ah, los labios de Emperatriz: hay que cantarlos: delgados y turgentes, de negra con rasgos de blanca fina, aunque el color de su piel fuera del más oscuro y feroz, feraz, como oscura y nutritiva tierra, negro que se pueda imaginar, su nariz perfecta de huequitos muy redondos y graciosos, toda ella una obra maestra de ingeniería divina.
Su uniforme de mucama estaba formado por un pantalón amplio que soslayaba cualquier ilusión de forma y una blusa de algodón al 100%, que usaba sin brasier y sin reservas de malicia, como de limpia enfermera, los dos de color azul pálido, beige o gris perla, según el día, discretos atuendos que aceptó de mala gana cuando recibió la encomienda del oficio de la casa el primer día que se presentó a trabajar. Lo que no estuvo dispuesta a aceptar, me dijeron, fueron las alpargatas, las sandalias o las chinelas semi chibchas que le quiso imponer la consorte de Méndez Gay-Rivera. Señora –dijo la mujercita en voz muy baja pero con serena e implacable energía y una musicalidad simpática, casi infantil- yo le trabajo todo lo que quiera, hasta el más alto trasnocho, sincluso, pero sin zapatos. Pronunció el bello neologismo, “sincluso” con leve pedantería de negrita que sí pudo terminar su primaria y leer algún libro fuera del programa.
Y es que así, dijo, la acostumbró su ruda madre en Puerto Tejeda. Puerto Tejeda, pueblo de negros duros, trabajadores y honrados, eso se sabe, y Emperatriz no cesa de recordarlo más con su ejemplo que con palabras, de las que es bastante parca. La señora Martha Cristina porfió: Cuándo se ha visto en la santa vida de este país que una sirvienta quiera imponer condiciones antes del primer día de trabajo, eh; pero el ingeniero, buen tasador de mujeres y diplomático previsor de futuros goces, viendo aquellos pies de oscura princesa con sus uñitas blancas muy bien cuidadas, y sin duda imaginando el resto de la historia y relamiéndose los bigotes, logró negociar: Que trabaje descalza la negrita, qué mal puede haber, y cuando haya invitados, que se ponga lo que ella quiera; y lo que Emperatriz quería lucir en días de visitas era precisamente sus tenis Nike Air, siempre limpios, cuidados hasta el extremo.
La señora Marta Cristina aceptó apretando los labios y rechinando para sí los dientes, sabiendo que al ceder tenía otro as para negociar –Todo en esta vida es dinero, querida; cuando entiendas esto podrás vivir conmigo en eterna paz y felicidad el resto de tu existencia, le dijo tras las primeras escaramuzas de acomodo conyugal el ingeniero, un sibarita sin par desde que lo conozco.
Y Martha Cristina pronto sabría que su esposo con esa frase había cavado la fosa del matrimonio y levantando un altar a la soterrada armonía al mismo tiempo. Para cuando Emperatriz llegó a aposentar su imperio en casa de los Méndez Pérez-Gay, la señora Martha Cristina ya había cobrado milimétricamente cada una de sus concesiones y gracias a ello tenía cuentas bancarias paralelas y, suponía secretas, con abundantes dólares. Eso me contó.
Pasé el fin de año en casa de los Méndez Etcétera disfrutando de cuanto podía ofrecer aquella que se podría calificar sin desdoro como inmodesta mansión, particularmente de la piscina, construcción de apenas cuatro carriles construidos en un terraplén del paisaje del Valle del Cauca para que entrenara el ingeniero, que a más de potentado importador de insumos era ex campeón latinoamericano de aguas abiertas y ya llevaba casi una década luchando contra el avance de un vientre poco común a sus sesenta años. Pasé los días de ocio –un fin de año en el que acepté la invitación ya añeja del viejo amigo de tiempos universitarios- Mi casa que es tu casa, querido Valentín; como debes imaginar es de cinco estrellas y media, dijo- disfrutando del yakuzi al aire libre desde el que se ven las montañas circundantes y del whisky Dalmore Selene –precio 18 750 dólares- que fluye descaradamente y que está presente en todas las estancias sociales y privadas de su casa (exceso reprobable y ostentoso que me cuidé de reprocharle).
Pero todas aquellas comodidades, amigos míos, no eran comparables al disfrute estilita de ver pasar a Empera –apócope del pomposo “Emperatriz”- rumbo al cuarto de lavado y secado, trayendo y llevando el café en finas y diminutas tazas de Marruecos, barriendo, trapeando, puliendo el piso de la sala con un donaire de prima dona, atendiendo a la señora Martha Cristina que no cesaba un instante de solicitarle la toallita celeste para desmaquillarme, ¿has visto la crema exfoliante?, ¿sabes dónde está mi collar de perlas, el que compré en Panamá, ¿recuerdas que te traje una copia, Emperita?, que ya no hay papel higiénico en el baño de la sala, que fíjate si todavía hay Whiskas para el gato y Dog Chow para los perros y así y así las dieciséis horas que pasaba la señora despierta y disparando ocurrencias sobre los ángeles, las dietas, los karmas, lecturas edificantes y mil y un embelecos que a Emperita le llenaban el buche de piedras pero que aguantaba como si fuera el último soldado de la trinchera.
Y pues, ahí estaba yo, su amigo Valentín Meléndez, en medio de aquella mar picada de mínimos insucesos domésticos que la negrita convertía en agua calma y trasparente, viéndola discurrir rumbo a los cuatro puntos cardinales como en una calma chica y esperando no sé ni qué. Y sucedió, porque el diablo es puerco, que la señora Martha Cristina tuvo que ausentarse, con todo y chofer, para ir a visitar a su madre a Pereira y que el factótum, Juliancito –jardinero, fontanero, encargado de cuidar a los perros: un hombre robusto, rubio, obsecuente- bajó a la ciudad a conseguir no sé que chunches para la piscina.
De modo que quedamos solos. Solos Emperatriz y yo. Propiciatoria circunstancia que mi imaginación ya había maquinado, que el destino concedió, y que desencadenó la impetuosa necesidad de acercarme a la negrita hermosa y plantearle una urgencia que sería del cuerpo solamente, si mi naturaleza masculina respondiera a estas alturas de la vida, y además si no conllevara una apreciación estética. Es que, amigos, condescendientes amigos, imaginen a un viudo sediento tras quince años en pleno desierto al que súbitamente y a bocajarro se le manifiesta el más casto, encantador y sublime manantial. Perdonen los adjetivos. Tal era mi caso. Enfermo estaba, no de necesidades burdas, sino de una inapelable y compulsiva tendencia a conseguir una gratificación estética. Digámoslo en palabras baratas: me urgía una mínima porción de paraíso. Tenía que ver de cerca de Empera, quería olerla, mirarla a los ojos y que ella me mirara, que me dejara rozar el armiño de su piel de oscura pantera.
Que detuviera su itinerario fatal, incesante, de la cocina al baño, del baño al cuarto de los señores, de allí al cuarto de lavado, al de huéspedes y así sucesivamente hasta casi agotar la cotidiana eternidad de su día. La negrita imperial era un relojito –hubiera sido sin duda la esposa perfecta del ya casi desconocido filósofo Emmanuel Kant, a quien sus vecinos llamaban Señor Reloj, pues todos los días, a la misma hora, milimétricamente medida por su cronómetro con leontina de plata, pasaba por la BildungStrasse-: desayuno a las siete, lavado de ropa a las ocho, aseo de la casa de nueve a once, de once a doce cocinar lo del almuerzo, etc.
Había dos estrategias básicas: una, abordarla frescamente y plantearle el asunto –dejaría las palabras precisas al demonio recursivo de la inspiración, que en general no me ha fallado en circunstancias de alta tensión emocional-; dos, colocarme en sitios estratégicos de su ruta implacable y esperar que ella misma saltara el abismo e iniciara el acercamiento. Y una tercera estrategia: simplemente dejarla pasar como pasa el viento calmo sobre la hierba inclinándola levemente.
Amigos míos, llámese cobardía, prudencia, reconocimiento de los límites, respeto al hogar ajeno, rendición ceremonial a la natural belleza de una obra maestra del Señor, el caso es que lo más cerca de Emperatriz que estuve fue a cincuenta centímetros de su cuerpo áureo y mirar con fruición mortal sus ojos en el momento en que me entregaba una taza de café –sabía que ese instante no se repetiría y que decirle al momento, como dijo Fausto, “detente, eres tan hermoso” sería un vano desplante retórico.
Regresó la señora Martha Cristina con sus urgencias, su parlería, su inquietud atosigante, regresó el ingeniero tras su gran vientre y su sonrisa de sibarita: Emperatiz los recibió con los rituales acostumbrados. Era 30 de diciembre. Mañana tendría día franco aquella mujer-abismo, mujer de un negro profundo que no ceso ni cesaré de celebrar, como no olvido y recupero con frecuencia en sueños el blanco fulgor del blanco de sus ojos, de sus dientes perfectos y de sus uñas. Particularmente de las uñas de sus pies de princesa.
Al día siguiente la vi despedirse de sus patrones. Corrí a apersonarme en el acontecimiento. No me atrevo a describirla. Sin su atuendo de limpia enfermera ahora la negrita se había transformado en una auténtica visión. ¿Me permites abrazarte, Emperita?, le dije tímidamente. Emitió una media sonrisa, con una pizca infinitesimal de ironía, frunció la trompita y levantó los hombros. Quise darle un beso pero no me atreví.
Eso fue todo. A veces me visita en sueños. Me pregunto si en el más allá habrá segundas partes de los buenos momentos.
Babel de las catástrofes

Hoy me vino a la cabeza ese trillado y cursi aforismo: “todo llega a su debido tiempo al que sabe esperar”, ya que más que un proverbio vinculado estrechamente con la paciencia y la sapiencia, siempre me ha parecido desde mi neófita, incipiente y no menos carente trinchera mística, un precepto un tanto relacionado con la mediocridad.
Aunque no pongo en tela de juicio su veracidad, cuando es resultado más que del azar, de la fórmula: trabajo, esfuerzo y perseverancia; como decía Pablo Picasso, “la inspiración existe, pero tiene que encontrarte trabajando”.

“Historia de todas las cosas”. Autor: Marco Tulio Aguilera Garramuño. Ediciones de Educación y Cultura / Trama Editorial, México-España. 2011. 515 Págs.
Pues bien, todo mi soliloquio anterior, es con respecto al recién Premio Bellas Artes de Novela José Rubén Romero, México, 2017, otorgado a la novela Formas de luz del autor Marco Tulio Aguilera Garramuño, al cual desde la novela Mujeres Amadas le he estado siguiendo la pista a través de varias de sus obras, y que vale la pena decir: no me han decepcionado, ya que hasta el momento ha sabido mantener de manera homogénea, una calidad descriptiva y narrativa única, llena de humor, acompañada de un estilo propio con un marcado guiño de coquetería con el realismo mágico de su compatriota Gabriel García Márquez.
Hace algunos años tuve la fortuna de que llegara a mis manos (vía correo postal), el libro Historia de todas las cosas. Y digo “fortuna” porque en medio del ostracismo de los días comunes y ordinarios matizados por los perpetuos avatares que infunde la cotidianidad, esta ardua tarea de búsqueda (muchas veces infructuosa) de encontrar en algunos libros aquello que nos sorprenda.
Este valioso libro, conjunta la ironía, el sarcasmo y el humor, con un estilo desenvuelto, audaz, lúdico, de uno de los narradores colombianos contemporáneos más prolíficos, pues su obra se ha caracterizado por ser única y fresca en medio del panorama de la literatura latinoamericana.
¿Cuál puede ser la historia de todas las cosas? Marco Tulio Aguilera, en esta “comedia humana”, que bien podría denominarse “Babel de las catástrofes”, nos muestra un cúmulo de historias acontecidas en el pueblo de San Isidro de El General, ubicado en Costa Rica, cercano a la frontera con Panamá, que posterior e inevitablemente gracias a las transformaciones y a los sueños de grandeza de sus pobladores se convertiría en ciudad, como diría Juan José Arreola haciendo referencia a su tierra natal. De esa manera entre mulatos, princesas y prostitutas contemporáneas, Historia de todas las cosas es un libro denso tanto por su contenido como por su volumen, que nos va sumergiendo en el mundo de aspiraciones cosmopolitas con alcances decadentemente analógicos a los de un gran circo que conforman y confabulan sus habitantes.
Con un ritmo artificioso que recuerda el más puro estilo “fellinesco”, Aguilera nos transporta a las andanzas de un Eros zapatero encarnado en el negro Vladimiro al son de la Orquesta Sibundoy capitaneada por Sebas Bach, su contrincante Benito Von Chúber y su amor clandestino; a un Baruch que desvirgina a las Vírgenes impúberes, en medio de la construcción de una incipiente carretera donde es extraño que no se desbarranque un colectivo gracias a las profecías del místico Zaratrusta Pereira; y un Poeta gordo que colma sus penas e inspiraciones reprimidas en los jueves del Prado Bar; finalizando de manera melancólica con el hombre que cultivaba su flaqueza en el imperio de las ratas entre otras historias.
Pero la singularidad de Historia de todas las cosas, no sólo radica por contextualizarse en un entorno y universo carnavalesco, sino porque su cosmos engloba un carácter sociológico y cultural, tratados desde la perspectiva de un mosaico crítico de la sociedad actual, por lo que podríamos catalogar la obra como única, esencial y fundamental de la novela latinoamericana.
Día Mundial de la Filosofía, UNESCO, 2017
RELATORÍA
Gilles Deleuze (1925-1995) fue un filósofo francés del siglo XX cuyas obras, aún en nuestros días, siguen influyendo en el arte, la filosofía y la literatura. La Cátedra “José Revueltas” de Filosofía y Literatura, así como el Departamento de Filosofía del Campus Guanajuato de la Universidad de Guanajuato (UG), organizaron en el 2015 el «Congreso Internacional de “Literatura y Acontecimiento”, en conmemoración de los 20 años de la muerte de Gilles Deleuze».
El evento académico se realizó por la iniciativa de los alumnos del seminario de ontología de dicha institución, quienes buscaron profundizar en la filosofía y en las fronteras del pensamiento de Gilles Deleuze, a través de la literatura. En relación a la experiencia anterior, se obtuvo como fruto el libro «Acontecimiento y expresión literaria: Estudios sobre Deleuze», de Patricia Castillo Becerra, Josemaría Moreno González y Jesús Ruiz Pozo (coordinadores); libro publicado por la Cátedra “José Revueltas” de Filosofía y Literatura de la Universidad de Guanajuato, México, 2017.
La tarde del jueves 16 de noviembre de 2017 –celebración del Día Mundial de la Filosofía, UNESCO– se presentó por primera vez el libro académico en el aula Paul Gendrop de la Alianza Francesa de Guanajuato, contando con la presencia de los coordinadores, la Dra. Patricia Castillo Becerra y el Dr. Josemaría Moreno González. Con la comentarista invitada, la Dra. Elba Margarita Sánchez Rolón.
En esta obra participan reconocidos autores como Daniel Smith, Miguel Morey Farré, Luis H. Cuevas, Patricia Castillo Becerra, Sergio Espinosa Proa, Jesús Ruiz Pozo, Sonia Torres Ornelas, Josemaría Moreno González, Alejandro Fielbaum Schnitzler, Juan Pablo Anaya Arce, Ian Buchanan. El libro está conformado por once capítulos “once perspectivas que tienen algunos puntos de coincidencia –señaló la Dra. Sánchez Rolón– una perspectiva general, a pesar de que los enfoques sean distintos pero la intención es irnos invitando a esa amistad discursiva entre disciplinas que de pronto van a recaer en la exposición de la experiencia literaria deleuziana (…) por lo tanto, es un libro que nos lleva muy bien de la mano para acercarse a un tema filosófico (como dicen sus autores) para ponerlo en movimiento, que no sólo es interesante para la literatura, sino para la ubicación de la construcción de un problema frente a lo otro”.
Por su parte, el Dr. Moreno González, expresó: «nuestra motivación fue mostrar que la unión de la literatura y la filosofía es un medio privilegiado (no el único) para hacer de la vida un experimento, una constante experimentación con uno mismo y otros. De forma tal que pensar, vivir, imaginar, creer, querer, son formas de estar en esta existencia que no caben en formulas predeterminadas o al menos no tendrían por qué estar sometidas a caminos ya transitados por otros (…) antes bien, es una vida única e intransferible».
Al respecto, la Dra. Patricia Castillo Becerra, señaló: «para Gilles Deleuze hablar de filosofía es hablar de pensamiento. Él menciona que no es seguro ya la pregunta: ¿Qué es? Para describir la esencia o la idea. Es posible que las cuestiones del tipo, ¿quién?, ¿cuándo?, ¿cómo?, ¿dónde?, ¿para quién es la filosofía?, sean mejores tanto para descubrir la esencia como para descubrir algo más importante».
Para celebrar el Día Mundial de la Filosofía, los autores ofrecen al lector, un libro filosófico que aborda el pensamiento de Gilles Deleuze. Un pensamiento cuyos trazos, se cruzan para cuestionar, reflexionar, exponer y seguir desarrollando las ideas, el concepto dentro de la complejidad. Deleuze, creador de monografías sobre David Hume, Immanuel Kant, Baruch Spinoza y Michel Foucault, bajo la lupa de preguntas diferentes para enfocar con nuevos ojos, lo que todavía no se abordaba. Muestran al hombre que mira a la filosofía clásica y medieval con nuevos matices, para decir que todavía la expresión literaria y filosófica está en constante movimiento.
Para más información sobre el Día Mundial de la Filosofía, UNESCO, dar clic aquí.
Alianza Francesa de Guanajuato
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